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Kultusministerin Dr. Eisenmann: „80% kommen ins Gesetz“
Durchbruch in der Finanzierung der Freien Schulen
Seit 2006 stand es in jeder Koalitions­vereinbarung: die Freien Schulen sollen für ihre Schüler 80% der Kosten refinanziert bekommen, die für einen staatlichen Schüler der entsprechenden Schulart entstehen. Leider haben weder die CDU/FDP-Regierung noch die Koalition aus Grünen und SPD diese Versprechen eingelöst, obwohl 2013 eine Vereinbarung geschlossen wurde, in der sich die Freien Träger zur Zahlung einer Versorgungsabgabe für die beurlaubten Landes­beamten verpflichtet haben. Die freien Träger der Schulen erfüllen diese Verpflichtung, das Land hat aber bislang seinen Teil der Vereinbarung, nämlich die Zuschusshöhe auf 80% anzuheben, nicht eingehalten.
Umso erfreulicher ist es, dass nun die Koalition aus Grünen und CDU konkrete Schritte unternommen hat, um diese Zusage umzusetzen. Im Landeshaushalt sind die entsprechenden Mittel vorgesehen, um den Freien Schulen 80% der Kosten eines staatlichen Schüler zu refinanzieren. Ebenso sind Mittel eingestellt, die die Umsetzung des Staatsgerichtshofsurteils ermöglichen, wo­nach Träger, die auf Schulgeld (teilweise) verzichten, einen entsprechenden Ausgleichs­anspruch gegen das Land haben.
Bereits vor der Landtagswahl 2016 hat die Arbeitsgemeinschaft der Freien Schulen (AGF S), in der die unterschiedlichen Träger freier Schulen bzw. die entsprechenden Interessenverbände zusammengeschlossen sind, alles dafür getan, um in dieser für die Schulen existenziellen Frage endlich eine faire und verlässliche Ausgangslage zu erreichen. Der Tag der Freien Schulen im November 2016 mit seinem Abgeordnetenbesuchen sowie vielfältige weitere Kontakte zu den Abgeordneten des Landtags durch die unterschiedlichen Freien Schulen haben dazu beigetragen, für dieses Thema zu sensibilisieren. Höhepunkt dieser Bemühungen, auch in der Öffentlichkeit die Arbeit der Freien Schulen als wichtiges Element der Bildungslandschaft in Baden-Württemberg deutlich zu machen, war die Großkundgebung am 9. März 2017 auf dem Schlossplatz in Stuttgart. Bei strömenden Regen kamen über 11.000 Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern zusammen. In Kurzbeiträgen stellten einzelne Schülerinnen und Schüler vor, warum Freie Schulen unverzichtbar sind und welchen Beitrag sie für das gesamte Schulwesen in Baden-Württemberg leisten. Die Schülerinnen und Schüler waren auf diese Kundgebung inhaltlich vorbereitet worden und hatten Gelegenheit, am außerschulischen Ort konkrete Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung, Gesetzgebungsverfahren und politischer Diskussion zu machen. Die Zusage der Landesregierung, in einer beachtenswerten Kraftanstrengung 65 Mio. Euro zusätzlich für die Finanzierung der Freien Schulen einzustellen, die schon vor der Kundgebung bekannt war, sorgte verständlicherweise für eine entspannte und trotz Dauerregens fröhliche Stimmung unter den Teilnehmern.
Mit großem Applaus wurde dann die überraschende Ankündigung von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann aufgenommen, die Zuschusshöhe 80% der Kosten eines staatlichen Schülers im Gesetz festzuschreiben. Dies war eine der wichtigsten langjährigen Forderungen der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen, weil nur auf dieser Grundlage eine verlässliche finanzielle Planung für jede einzelne Schule möglich ist.
3. Platz beim Umweltpreis 2016 der Erzdiözese Freiburg
Aus der Laudatio von Erzbischof Stephan Burger am 18.01.2017:
Grund für den 3. Preis 2016 ist der Aktionstag „Wir fair-ändern die Welt" vom 29. April 2016. Schulstiftung und Vorbereitungs­team waren und sind überzeugt, dass es lohnt, die vielen Engagierten zusammenzu­bringen und voneinander zu lernen. Bewusst haben Sie aber auch grundsätzliche Fragen gestellt: Wo stehen die Stiftungsschulen in der kommenden „Fair-trade-Diözese?" oder „Welcher Auftrag erwächst für die Schulstiftung aus „Laudato si?" Dazu haben Sie eine große Zahl von Experten eingeladen. Zuallererst lhre engagierten Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer. Damit diese zusätzlich fachlich fit und sich mit Sachverstand in die Debatte einbringen konnten, haben Sie für die 17 Workshops namhafte Partner engagiert und gewonnen.
Die hohe Auszeichnung ergeht nicht nur für den hervorragenden Aktionstag, sondern auch dafür, dass dieser Tag bewusst als Auftakt angelegt und gestaltet war. Es soll also tatsächlich weiter gehen. Sie werden dran bleiben!
Nun, Hausaufgaben sind ja dazu da, dass sie erledigt werden. Von daher sind die 1.300,- Euro Preisgeld eine kleine Umsetzungsprämie für den schweren Rucksack voller Ideen, die die Schülerinnen und Schüler der Stiftungsleitung beim Aktionstag gepackt haben.
Grün-Schwarze Bildungspolitik – die ungewollte Chance
Gerade in der Bildungspolitik spielen grundlegende politische Orientierungen eine große Rolle. Das war auch der Grund, warum sich die Bildungspolitik der grün-roten Regierung deutlich von der Politik der schwarz-gelben Vorgängerregierung abge­setzt hat. Auch war der grün-roten Regierung klar, dass sie ein hohes Tempo für strukturelle und inhaltliche Veränderungen vorlegen muss, um nachhaltige Verände­rungen in der Schullandschaft vor Ende der Legislaturperiode herbeizuführen. Denn im schulischen Be­reich ist es noch schwieriger als in anderen Politikfeldern, ein einmal gedrehtes Rad zurück zu drehen.
Die neue grün-schwarze Regierung startet hier völlig anders. Sie ist auf den Kompromiss der in man­chen entscheidenden Bildungs­fragen auseinanderliegenden Positionen nicht sehr unterschiedlich star­ker Regierungs­fraktionen verpflichtet. Schon deswegen betont der Koalitionsvertrag, dass es in den kommenden Jahren nicht um Debatten über Schulstrukturen gehen wird. Dagegen versprechen Grüne und CDU den Schülern, Eltern und Lehrern Verlässlichkeit und Planbarkeit.
Schülertagung "Wir fair-ändern die Welt"
Am 29. April 2016 findet an der Heimschule Lender in Sasbach eine Schülertagung mit dem Titel Wir fair-ändern die Welt statt. Für interessierte Schülerinnen und Schüler wird es unterschiedliche Workshops zum Thema Gerechtigkeit im Hinblick auf die gemeinsame Umwelt und Chancengleichheit für alle Menschen auf dieser Welt geben.
Einbruch der Kostendeckung auf siebzig Prozent – Land muss handeln
Das neue Schuljahr beginnt mit einem dramatischen Rückgang der Kostendeckung durch die staatlichen Zuschüsse. Bislang erhielten die freien Schulen zum Beispiel im Gymnasium etwa 77 Prozent der Kosten ersetzt, die für Schüler an staatlichen Schulen entstehen. Von der grün-roten Landesregierung war eine Kostendeckung von 80 Prozent zum Ende der Legislatur­periode versprochen worden. Nach den neuesten Zahlen hat es stattdessen jedoch einen Einbruch auf etwa 70 Prozent gegeben. Die Landesregierung muss handeln, wenn sie sich nicht vorwerfen lassen will, für die gravierendste Verschlech­terung im Bereich der Privatschulfinanzierung in den zurück­liegenden Jahrzehnten verant­wortlich zu sein.

Zudem hatte der Staatsgerichtshof Anfang Juli entschieden, dass die Privatschulfinanzierung in Baden-Württemberg nicht verfassungsgemäß ist und die Landesregierung verpflichtet, bis 2017 eine neue Gesetzesgrundlage zu schaffen. Die Schulstiftung erwartet, „dass mit dieser Gesetzgebung endlich eine faire und verlässliche Finanzierung der freien Schulen erfolgt, die der Tatsache gerecht wird, dass diese Schulen einen hervorragenden Beitrag zur Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg leisten.“ Etwa zehn Prozent aller Schülerinnen und Schüler werden an freien Schulen unterrichtet.
BusinessRun 2015
Die Geschäftsstelle der Schulstiftung beteiligte sich am 11. Juni 2015 beim Freiburger Firmenlauf mit einer gemischten Mannschaft. Jeder der drei Läufer hatte eine Strecke von 6 km bei zum Teil großer Hitze zurückzulegen. Insgesamt waren ca. 5500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Start. Mit einer Gesamtzeit von 01:48:11 Stunden erreichten die "Stiftungsrunners" mit dem 375. Platz ein Resultat im Mittelfeld der Mixed-Mannschaften - Herzlichen Glückwunsch!
Schulen der Schulstiftung erhalten Umweltpreis
Zum elften Mal hat die Erzdiözese Freiburg ihren Umweltpreis für innovative Projekte verliehen, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Erzbischof Stephan Burger hat am 20. Januar 2015 die zehn Preisträger gewürdigt, die für ihr Engagement für die Bewahrung der Schöpfung mit einem Umweltpreis ausgezeichnet wurden. Das Ursulinen-Gymnasium Mannheim bekam den 4. Preis für die Vorbereitung und Einführung eines Umwelt- Management-Systems. Mit dem 7. Preis wurde die Liebfrauenschule Sigmaringen für die Gründung des Arbeitskreises Öko-Fair mit dem Ziel „nachhaltige Schule“ bedacht.
25 Jahre Schulstiftung
Das 25-jährige Jubiläum der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg wurde am 09. Dezember 2013 mit einem Festgottesdienst im Freiburger Münster und einem Festakt im Collegium Borromaeum Freiburg für geladene Gäste aus Kirche, Politik und Verwaltung gefeiert.
Am 24. Februar 2014 waren alle Beschäf­tigten der Schulstiftung zu einem Jubiläums­tag im Konzerthaus Freiburg mit reichhaltigem Programm eingeladen.
Schulstiftungs-Jubiläumstour
Am 18. und 19. Juli 2013 fand eine Radtour zu allen Schulen der Schulstiftung statt. Der stellvertretende Stiftungsdirektor Ralph Schwörer und zwei weitere Rennradfahrer haben die 627 km lange Strecke an einem Stück bewältigt. Auf einzelnen Teilstücken wurden sie von weiteren Kolleginnen und Kollegen aus der Schulstiftung begleitet.
800 Jahre Kloster Wald
„Hoffnung nicht zum Sonderpreis zu kaufen“
Erzbischof Zollitsch zu 800 Jahre Kloster Wald: Werkstatt für gelingendes Leben

„Liebe, die unser Leben reich und lebenswert macht, gibt es nicht an der Theke im Supermarkt“, sagte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) in einem Gottesdienst zum 800jährigen Bestehen von Kloster Wald am Donnerstag (5.7.) in der Gemeinde Wald im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg). Das Kloster, an das heute die Heimschule Kloster Wald angeschlossen ist, wurde 1212 gegründet. In seiner Predigt zum Jubiläum formulierte der Erzbischof von Freiburg: „Hoffnung, die wir zum Leben brauchen, können wir nicht kaufen, schon gar nicht zum Sonderpreis; Glaube, der uns Orientierung und Halt gibt, können wir nicht als Schnäppchen bei Ebay ersteigern.“
Baden-Württemberg bei der Finanzierung Freier Schulen an letzter Stelle
Eine vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) herausgegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in Baden-Württemberg die durchschnittliche Differenz zwischen den amtlichen Ausgaben je Schüler einer staatlichen allgemeinbildenden Schule und gezahlter Finanzhilfe je Schüler an Privatschulen deutschlandweit am größten ist. Beträgt die Finazierungslücke pro Schüler in Bundesländern wie Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ca. 500 Euro pro Jahr, so ist sie in Baden-Württemberg mit ca. 3000 Euro pro Jahr sechs mal so hoch.
Im Bundesdurchschnitt entlastet ein Schüler an einer Privatschule die öffentliche Hand um jährlich ca. 1700 Euro. Geht man von den Kosten je Schüler aus, die der betriebswirtschaftlichen Realität an allgemeinbildenden Schulen entsprechen, zeigt sich, dass die von den freien Schulträgern zu kompensierende Finanzierungslücke noch weitaus größer ist. Für Baden-Württemberg wird diese Lücke bei den Vollkosten sogar mit 4500 Euro je Schüler angegeben.
Die neue Landesregierung ist also aufgefordert mit der zugesagten Erhöhung des Kostendeckungsgrades an Freien Schulen dieser Schieflage im Ländervergleich entgegenzuwirken.
6. Bundeskongress Katholische Schulen in München
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, hat beim sechsten Bundeskongress Katholische Schulen in München das Fundament katholischer Schulen betont: „Der Ausgangspunkt und zugleich das oberste Ziel des kirchlichen Engagements im Bereich von Erziehung und Bildung ist die Förderung des von Gott um seiner selbst willen geschaffenen Menschen in seinen persönlichen menschlichen Anlagen.“ Zugleich warnte Zollitsch davor, dem Leistungsprinzip im Bildungswesen eine absolute Priorität einzuräumen, denn das Ziel sei „nicht der Mensch, der funktioniert, der an die ökonomischen Erfordernisse und den jeweiligen Mainstream der politisch korrekten Meinungen angepasst und letztlich fremdgesteuert ist, sondern der Mensch, der aus seiner Personmitte heraus verantwortlich entscheidet und in Freiheit handelt.“

Im Rückblick auf das von Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger geprägte letzte Jahr sagte Erzbischof Hans-Josef Becker, er wolle alle Schulträger und Lehrkräfte ermutigen, in den Schulen und Kollegien weiterhin den Umgang mit Nähe und Distanz zu reflektieren. „Diese Reflexionsarbeit“, so der Vorsitzende der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz, „sind wir den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen im Sinne einer Kultur der gegenseitigen Achtung, des Respekts und der Wertschätzung schuldig.“

Professor Dr. Detlef Horster von der Leibniz Universität Hannover hob die besondere Bedeutung von Vorbildern für die schulische Erziehung hervor. Diese Vorbilder sollten „gradlinig und glaubwürdig“ sein. „Die Jugend sucht Vorbilder, von denen sie sicher sein kann, dass keine Enttäuschung folgt. Man müsse nicht alles realisieren, was die Vorbilder für richtig halten. Doch die Ziele sollten für erstrebenswert gehalten werden können“, so der Sozialphilosoph.

Der Bundeskongress Katholische Schulen wird in regelmäßigen Abständen vom Arbeitskreis Katholischer Schulen in freier Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland (AKS) veranstaltet. In diesem Jahr haben sich über 300 Schulträger und Bildungsverantwortliche zu Fachgesprächen und Vorträgen zum Thema „Keine Bildung ohne Erziehung. Der besondere Auftrag katholischer Schulen“ in München getroffen.
Aktionstag BildungsVielfalt 2011
"BildungsVielfalt 2011 – 100% Schule braucht 80% Förderung“

Am 11. Februar 2011 von 10.00 bis 21.00 laden wir zur Messe „BildungsVielfalt 2011“ in die Stuttgarter Liederhalle. Neben der Präsentation unterschiedlicher Schulen mit Beratungsangebot finden Sie schulaffine Aussteller, prominent besetzte Fachvorträge und Diskussionsrunden sowie musikalische, szenische und artistische Schülervorführungen.
Bei uns bleibt niemand sitzen
Sportfest der Schulstiftung

Am 7. Mai 2010 fand an der Heimschule St. Landolin in Ettenheim das Sportfest der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg statt. Ca. 800 Schülerinnen und Schüler aus allen 14 Schulstandorten der Schulstiftung nahmen an den Wettkämpfen in neun unterschiedlichen Disziplinen teil.
Hilfe und Beratung bei Missbrauch
09.02.2010
Ansprechpartner und Beratungsangebote für Opfer finden Sie hier.
Außerdem hat die Bischofskonferenz eine Beratungshotline für Opfer sexuellen Missbrauchs unter der kostenlosen Rufnummer 0800-120 1000 eigerichtet.

Die Leitlinien der Bischofskonferenz legen fest, dass jede Anzeige oder Verdachtsäußerung umgehend geprüft wird. Dabei gilt die Sorge der Kirche zuerst dem Opfer. Bei Erhärtung des Verdachts wird auch eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet. Wir legen großen Wert darauf, dass bei der Aufklärung die Staatsanwaltschaft ihren Pflichten nachkommen kann. Sexueller Missbrauch Minderjähriger ist nicht nur nach staatlichem, sondern auch nach kirchlichem Recht eine Straftat. Die Leitlinien ermöglichen ein einheitliches, konsequentes und transparentes Vorgehen. Dazu gehören auch menschliche, therapeutische und seelsorgliche Hilfsangebote an die Opfer und ihre Angehörigen.

Die im Erzbistum Freiburg etablierte Präventionsarbeit zum Schutz vor sexuellem Missbrauch gilt nach Ansicht von externen Fachleuten als vorbildlich. Mit der Fachgruppe "Schutz vor sexueller Gewalt" wurden in der Jugendarbeit Standards geschaffen, die sicherstellen sollen, dass Gruppenstunden, Ferienfreizeiten und alle anderen Veranstaltungen der Jugendarbeit sichere Orte für Kinder und Jugendliche sind.

Kirchliche Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit bietet Kindern und Jugendlichen Räume in denen sie sich entfalten können: Deshalb gehen wir aktiv und präventiv gegen Grenzverletzungen, Übergriffe und Missbrauch vor. Im Januar 2009 hat eine Fachgruppe aus Jugendverbänden, Jugendbüros und Fachstellen Materialien zum Schutz vor sexueller Gewalt vorgelegt. Diese Materialien werden in der Gruppenleiterausbildung, bei der Einstellung neuer hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in Schulungsteams eingesetzt. Ziel ist es: Kinder und Jugendliche in unseren Gruppen zu stärken und Verantwortliche zu sensibilisieren.

Zu den Materialien gehören:
* Eine Selbstverpflichtungserklärung für Verantwortliche in der Jugendarbeit
* Eine Infobroschüre
* Eine Plakatserie
* Methodenbausteine für Gruppenstunden, Grundkurse und Berufseinführung zum Thema Grenzachtung

Die Materialien gibt es hier.

Neben der Prävention wollen wir aber auch bei Vorfällen und Vermutungen kompetent reagieren und Opfern eine sichere Anlaufstelle geben. Experten aus Verbänden, Jugendbüros und Fachstellen stehen für Kontaktaufnahmen zur Verfügung. Sie beraten Opfer oder Zeugen und klären weitere Schritte.
Die Landesregierung muss jetzt handeln
26.11.2009
Kostendeckungsgrad der freien Schulen auf Talfahrt

Nachdem die Landesregierung, das Kultusministerium und die freien Träger nach über zehn Jahren schwieriger Verhandlungen zu einem einvernehmlichen Ergebnis gekommen waren und das Bruttokostenmodell zur Ermittlung der Kosten eines staatlichen Schülers in das Privatschulgesetz aufgenommen wurde, fand 2006 erstmals eine Kostenerhebung nach dem Bruttokostenmodell statt.

Außerdem hat die Landesregierung als politische Zielvorgabe eine Kostendeckungsquote von 80 % der Kosten eines staatlichen Schülers für die Schüler freier Schulen als Zuschusshöhe am Ende der Legislaturperiode (2011) in Aussicht gestellt.

2009 wird ein neuer Landtagsbericht zum Kostendeckungsgrad vorgelegt werden. Nach den uns zugänglichen Zahlen müssen die freien Träger im gymnasialen Bereich dabei von einem Kostendeckungsgrad von nur ca. 76 % ausgehen. Damit befinden sich die Zuschüsse an die freien Schulen im Blick auf den Kostendeckungsgrad auf Talfahrt. Dies ist um so gravierender, als in diesen Zahlen bereits eingetretene zusätzliche Belastungen wie die erhöhte Wochenstundenzahl im 8-jährigen Gymnasium, die Senkung des Klassenteilers und die Erhöhung der Leitungszeit für die Schulleitungen nicht berücksichtigt sind, da die Erhebung auf der Basis von Zahlen des Jahres 2008 vorgenommen wird.

Somit bewegen sich die Privatschulzuschüsse nicht wie zugesichert nach oben, sondern im Gegenteil in gravierendem Umfang nach unten!

Da bislang leider noch kein Automatismus im Gesetz vorgesehen ist, der einen bestimmten Kostendeckungsgrad (z.B. 80 %) garantiert, ist für die Erhöhung der Zuschüsse eine Änderung des Privatschulgesetzes notwendig, indem der sogenannte Eckmann (Berechnungsverfahren für die auszuzahlenden Zuschüsse) jedes Mal so angeglichen wird, dass die beabsichtigte Zuschusshöhe erreicht wird.

Jetzt ist die Landesregierung am Zug, ihre Zusage einzulösen! Wir erwarten von der Politik eine deutliche Erhöhung der Zuschüsse, da bereits heute klar ist, dass selbst eine Erhöhung der Zuschüsse jetzt auf 80 % bereits im laufenden Jahr, aber noch sehr viel stärker ab dem nächsten Jahr (wenn die zusätzlichen Belastungen der Bildungsoffensive greifen) wieder eine weit unter 80 % des Kostendeckungsgrades liegende Refinanzierung bedeutet.

Verweise auf die aktuelle Finanzlage sind in diesem Zusammenhang nicht berechtigt. Würden die freien Träger die Schülerinnen und Schüler nicht unterrichten, wäre der Staat gezwungen, sie an eigenen Schulen zu versorgen. Dann würden für die Schüler 100 % der Kosten fällig. Das Land spart somit an jedem Schüler der an einer freien Schule unterrichtet wird auch dann erhebliche Beträge, wenn die Kostendeckung tatsächlich bei 80 % eines staatlichen Schülers liegt.

Eine Erhöhung der Zuschüsse ist somit nicht nur sachgerecht, sondern auch Erfordernis bildungs- und finanzpolitischer Klugheit.

D. Scherer
Trainingstag mit Olympiasiegerin Sabine Spitz
Am 25. September 2009 trainierte IN VIA-Botschafterin und Mountainbike-Olympia­siegerin Sabine Spitz mit Schülerinnen und Schülern der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg. Zehn Jugendliche vom Kolleg St. Sebastian in Stegen hatten im Rahmen des 24-Stunden-Laufs im Juli, mit dessen Erlös auch die Arbeit von IN VIA unterstützt wird, diesen Trainingstag gewonnen. Sabine Spitz zeigte den Schülerinnen und Schülern einige Tricks zur Fahrtechnik und gab Ihnen als vorbildliche Sportlerin auch wichtige Botschaften, wie z.B. sich Ziele zu setzen und diese mit Durchhaltevermögen versuchen zu erreichen, mit auf den Weg.
himmelwärts
heißt das Ausstellungs­projekt der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Institut für Religionspädagogik Freiburg.
Am 3. Juli 2009 fand im Karl-Rahner-Haus die Preisverleihung dieses Kunst- und Religionsprojekts statt. Aus den mehr als 60 Wettbewerbsbeiträgen aus 11 Stiftungs­schulen wurden die Preisträger in den Kategorien Unter-, Mittel- und Oberstufe geehrt. Die Grußworte richtete Frau Dr. Maria Jakobs, Referentin für Gymnasium und Stellvertreterin des Direktors im IRP, an die mehr als 100 anwesenden Schülerinnen und Schüler. Als Mitglied der Jury äußerte sich Rainer Mertens zu einzelnen teilweise hervorragenden Kunstwerken. Die Preis­verleihung wurde durch Stiftungsdirektor Dietfried Scherer vorgenommen. Umrahmt wurde die Feier vom Chor der Musikklasse 9m vom St. Ursula-Gymnasium in Freiburg.