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Seminarrückblicke im FORUM

FORUM 65

[+] Debattieren mit Herz und Verstand
von Christoph Motsch
Jugend debattiert – Basisfortbildung für Lehrkräfte der Schulstiftung im Kloster St. Lioba

Als wichtige Schlüsselkompetenzen von Schülerinnen und Schülern werden oft die Fähigkeiten zur Mediennutzung, zum Methodeneinsatz und die eigene Lernstrategien genannt. Doch wie steht es um die Fähigkeit, inhaltliche Positionen in Diskussionen und Debatten zu vertreten und argumentativ durchzusetzen? Handelt es sich hier nicht um eine der zentralen, für die Zukunft nach der Schule wichtigen Basiskompetenzen?
Die Fortbildung „Demokratie fördern – Debattieren unterrichten“ setzte an diesem Punkt an: 15 Lehrkräfte von Schulstiftungsschulen unter der der Leitung von Marcel Hinderer (Lehrer-Trainer für Jugend debattiert in Baden-Württemberg) konzentrierten sich an zwei Seminartagen auf das, was im Unterricht oder im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ gelungenes Debattieren ausmacht.
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FORUM 64

[+] Von Stufen und Segeln
von Christoph Klüppel
Das Konzept der Einführungsveranstaltung für neueingestellte Kolleginnen und Kollegen

Die meisten werden sich noch an den Titel der Fortbildung für die neueingestellten Kolleginnen und Kollegen erinnern: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“, aus dem bekannten Stufen-Gedicht von Hermann Hesse. 2012 fand das Seminar, das gemeinhin oft kurz als „Anfängertagung“ firmiert, zum letzten Mal unter diesem Titel statt.
Unter Überschriften wie „In neuen schulischen Gewässern: Mich orientieren und die Segel setzen“ oder, für die schon berufserfahreneren Neueingestellten, „In voller Fahrt: Meinen Kurs bestimmen und die Segel setzen“ finden die Fortbildungen nun regelmäßig im Geistlichen Zentrum in St. Peter statt.
Schon in der Formulierung und Differenzierung der beiden leicht abgewandelten Titel, die möglichst ansprechend auf die Situation der Eingeladenen zugeschnitten ist, kann man die Handschrift des Referenten erkennen. Mit Dr. Klaus Ritter, Theologe und Lehrbeauftragter für Themenzentrierte Interaktion (RCI ), haben wir seit 2012 nicht nur einen neuen Referenten für unsere Einführungsveranstaltung gewinnen können, wir haben auch mit ihm gemeinsam ein völlig neues Konzept erarbeitet, das von Jahr zu Jahr weiterentwickelt wird.
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[+] Lebendiges Lehren und Lernen
von Dorothe Rappen
TZI - Fortbildung der Schulstiftung

Ende Oktober 2015 und im März 2016 fand in zwei Modulen in St. Trudpert und in Rastatt jeweils von Donnerstagnachmittag bis Samstagnachmittag eine TZI-Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen der Schulstiftung statt.
Trotz des hohen zu investierenden Zeitpensums und obwohl jeder Teilnehmer einen Eigenanteil von 250 Euro zu finanzieren hatte, trafen sich zwölf Kolleginnen und Kollegen aus mehreren Stiftungsschulen: fröhlich, bis zur letzten Minute begeistert und dankbar für die vielfältigen Erfahrungen.
„Die Kunst, eine Schulklasse und sich selbst zu leiten. Lebendiges Lehren und Lernen mit TZI“, so lautete das Seminar-Thema.
Ja, wir haben viel gelernt: über die Wurzeln der Themen Zentrierten Interaktion (TZI), über die Biographie und den Wertehintergrund der Begründerin der TZI, Ruth C. Cohn. Wir haben uns mit den Grundsätzen, den Axiomen, geplagt. Wir haben über die Postulate gestritten, das Chair-Person-Postulat („Leite Dich selbst – Schau nach innen, schau nach außen … und entscheide dann!“) und das so leicht missverstandene Störungs-Postulat (statt mit „Störungen und Betroffenheiten nehmen sich Vorrang“ vielleicht zutreffender mit „Das Prinzip der Arbeitsfähigkeit der Gruppe im Blick“ zusammengefasst). Ganz offensichtlich relevant für unsere Berufspraxis wurde es bei den methodischen Grundmodellen: wie kann man das Vier-Faktoren-Modell „IC H-WIR -ES-GLO BE“ als Diagnoseinstrument und für die Planung nutzen und Themen so aufbereiten und formulieren, dass sie Türen öffnen? Wie wird aus einem langweiligen (Stunden-) Thema ein ansprechendes und anregendes Thema und: wie gestalte ich eine Themeneinführung, die möglichst vielen Schülern – oder Gruppenmitgliedern im Allgemeinen – ermöglicht, dass sie sich angesprochen fühlen, dass sich innere Türen öffnen?
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[+] Starke Worte, starke Zeitung!
von Lisa Kern
Schülerzeitungsworkshop „Begeisterung wecken für das Zeitungsmachen“

Sechs schwer mit Taschen bepackte Mädchen in Begleitung einer Frau laufen frierend durch Freiburg. So muss es wohl ausgesehen haben, als wir, die Redaktion der Schülerzeitung Sphinx vom Domi, auf dem Weg zum Schülerzeitungsworkshop „Begeisterung wecken für das Zeitungsmachen“, waren. Dieser Workshop wurde von der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg für alle Schüler und Lehrer, die an einer Schülerzeitung mitarbeiten oder eine Schülerzeitung gründen wollen, angeboten. Er fand vom 14.-15. Januar 2016 in der Katholischen Akademie, Freiburg statt.
Als wir in der Katholischen Akademie der Erzdiözese ankamen, wurden wir mit einem wärmenden Tee, Kaffee und Kuchen empfangen. Frau Hauser, die Organisatorin des Workshops, begrüßte uns und die Referenten Andreas Spengler, Nadine Langendörfer und Michael Bamberger stellten sich vor. Dann begann auch schon der Workshop. Wir teilten uns in verschiedene Gruppen auf und erfuhren etwas über die Themen Schreiben, Layout und Fotografie, die man sich im Voraus aussuchen durfte. Später wurden die Gruppen getauscht, sodass jeder am Ende bei zwei der Module war.
Ich besuchte die Module Layout und Schreiben. Frau Langendörfer erklärte uns zuerst, worauf man bei einem ansprechenden Layout achten soll. Anschließend durften wir dies zu dritt an je einem Beispiel üben. Wir erfuhren auch, wie man eine gute Druckerei findet, welche Druckdaten man ihr liefern muss und wie ein Druckverfahren abläuft. Bei dem Modul Schreiben lernten wir unter anderem, wie man ein Interview pfiffig in seinen Text mit einbeziehen kann und wie man einen Text sinnvoll strukturiert. Besonders hilfreich fand ich die Listen mit starken und schwachen Wörtern, die wir durchgegangen sind.
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FORUM 63

[+] Stiftungsschülerinnen und -schüler auf dem theologischen Gipfel
von Daniel Kurz
Studientag an der Universität Freiburg zum Thema „Kann ich ohne Kirche Christ(in) sein?“

Am Freitag, 16.10.15, trafen sich Stiftungsschüler der Erzdiözese zum Gipfeltreffen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, um Vorträge von Professoren zu hören und mit Studierenden, Referendaren und gleichaltrigen Schülern ins Gespräch zu kommen.
Der Hörsaal 1221 war mit über 120 Schülerinnen und Schülern, ihren Lehrern, Freiburger Studierenden und Professoren der Universität bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Aufregung war groß, denn: Einige mussten gleich zu Beginn beim Einführungsvortrag ihres Lehrers Herr Kurz zum Mikrophon greifen und vor einer für sie ungewohnt großen Gruppe sprechen. Die Schülerinnen und Schüler des Neigungskurses Religion der Heimschule St. Landolin in Ettenheim hatten sich im Vorfeld nicht nur fachlich intensiv in das Thema eingearbeitet, sondern sowohl im eigenen Kurs als auch bei der Veranstaltung selbst Umfragen zum Thema „Kann ich ohne Kirche Christ(in) sein?“ durchgeführt. Die Ergebnisse und weitere thematische Impulse galt es nun im vollen Hörsaal vorzustellen. Die Schülerinnen und Schüler meisterten ihre Aufgabe gekonnt und auch in den Diskussionsrunden mit den Professoren ergriffen sie immer wieder mutig das Wort: Kirche sei zwar für die Vermittlung allgemeiner Werte wie zum Beispiel Schutz des Lebens anerkannt, wenn sie sich jedoch in Privatangelegenheiten wie Partnerschaft oder gar Sexualmoral einmische, könnten die meisten schon nicht mehr zustimmen. Entspricht die strenge hierarchische Struktur der katholischen Kirche wirklich der Botschaft Jesu und warum wirkt sich das „gemeinsame Priestertum“ des „Volkes Gottes“ (2. Vatikanisches Konzil) denn nicht wirklich so aus, dass auch endlich Frauen Priesterinnen werden dürfen? Kann man Kirche auf ihre (unbedingt notwendige!) karitative Tätigkeit reduzieren und warum besuchen eigentliche so wenige Jugendliche noch regelmäßig Gottesdienste? Schwierige, zugleich aber auch essentielle Fragen, brachten die Schüler schon gleich zu Beginn und immer wieder auf den Tisch. Auch theologische Tretminen wie die Unfehlbarkeit des Papstes und die Exkommunizierung wiederverheirateter Geschiedener („Warum darf Lehrer X nicht mehr bei uns unterrichten?“) wurden nicht ausgespart. Ist es da nicht authentischer und vor allem
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FORUM 62

[+] „Ich hab das gar nicht mitbekommen!“
von Eva Blum
Mobbing in der Schulklasse oder in Internatsgruppen erkennen und frühzeitig gegensteuern Mobbing passiert im Verborgenen. Und wenn es dann offenbar wird, sind Lehrkräfte erschüttert, denn sie sind sich sicher, dass sie davon gar nichts mitbekommen haben. Sie fühlen sich hilflos und sind hin- und hergerissen zwischen den verschiedenen Anforderungen von Eltern, Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen. Sie stellen sich die Frage, was jetzt zu tun ist. Um adäquat handeln zu können, muss man zunächst einmal wissen, was Mobbing überhaupt ist. Jede Pädagogin, jeder Pädagoge hat dazu Bilder im Kopf, was wohl in einer Klasse/Gruppe passiert, wenn gemobbt wird. Schon in der Begrüßungs- und Kennenlernphase der Fortbildung „Ich hab das gar nicht mitbekommen!“ – Mobbing in der Schulklasse oder in Internatsgruppen erkennen und frühzeitig gegensteuern, die mit über 20 TeilnehmerInnen am 6. und 7. November 2014 im Geistlichen Zentrum St. Peter stattfand, wurden diese Bilder erfragt und Verhaltensweisen gesammelt, die nach Meinung der TeilnehmerInnen zum Mobben dazugehören. So wurde schon gleich zu Beginn erkennbar, wie vielschichtig das Thema Mobbing ist und dass die Abgrenzung zu „normalen“ Konflikten und „üblichem“ Schülerverhalten nicht leicht fällt. Denn Mobbing zeichnet sich gerade auch dadurch aus, dass die einzelne Handlung oft als „nicht so schlimm“ erscheint, sondern die Menge der einzelnen Handlungen den Unterschied macht.
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[+] Arbeiten in und mit Steuergruppen
von Karheinz Schülin
Im Dezember 2014 und im Februar 2015 fanden zwei Fortbildungen zum Thema Schulentwicklung an Stiftungsschulen statt. Eingeladen waren alle bestehenden und alle sich im Entstehen befindlichen Gruppen von Nord bis Süd, unser Referent war Karheinz Schülin. Arbeiten in und mit Steuergruppen war für mich ein ungewöhnlicher, aber reizvoller Auftrag, denn dieses Fortbildungsthema war mir längere Zeit nicht mehr begegnet. Wohl aber begegne ich immer wieder Schulen, die ihre Weiterentwicklung ernsthaft betreiben und dabei erfolgreicher sind, weil eine funktionierende Steuergruppe existiert, die die Entwicklungsziele und die Prozesse mitgestaltet. Weltweit hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass das ganz traditionelle Schul- und Bildungssystem den Erfordernissen der Gegenwart nicht mehr genügt. Überall sind Schul- und Bildungssysteme im Umbruch, wenn auch unterschiedlich klug durchdacht und unterschiedlich ernsthaft umgesetzt. Schule als durchorganisierte Lehr-Lernfabrik … ist ein Kind des Industrie-Zeitalters mit etlichen Relikten, die keineswegs pädagogisch oder didaktisch begründet waren, aber dennoch selten ernsthaft in Frage gestellt wurden. An einem Schul-Vormittag sechs „Stunden“ mit je 45 Minuten Lernzeit unterzubringen, war zwar eine zweckmäßige Organisationsform, ist aber für tieferes, nachhaltiges Lernen nicht unbedingt besonders gut geeignet.
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[+] Schulstiftungsschülerinnen und -schüler machen Schule – jenseits der Schule
von Daniel Kurz
Schülerakademie 2015 des Netzwerks Bioethik Achtzig Schülerinnen und Schüler der Schulstiftung, LehrerInnen, ProfessorInnen und StudentInnen setzten sich im Rahmen der Schülerakademie 2015 (Netzwerk Bioethik), die sich am 17. April ganztägig in der Katholischen Akademie in Freiburg zusammenfand, mit vermeintlichen Luxusproblemen auseinander, welche sich als Grundfragen der (theologischen) Anthropologie herausstellten. Braucht eine Leistungsgesellschaft nicht eine leistungsstarke Jugend und sollte man nicht alle Mittel dazu ausschöpfen, diese zu fördern? Was ist verwerflich daran, wenn jeder alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel dazu nutzt, das Bestmögliche aus sich (und seinen Kindern) herauszuholen? „Pimp your Kids!“ – Ist das nicht geradezu eine Pflicht, die Eltern ihren Kindern schulden?
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[+] Neuro Enhancement? Wie, bitte?
von Julia Furtwängler
Nicht in die Verlegenheit zu kommen, diese Frage in der Zukunft stellen zu müssen und neben der Begrifflichkeit auch noch einige Aspekte des „Hirndopings“ kennen zu lernen – neben einem Referat waren das meine Ziele, als ich auf den „Senden“-Button drückte, um mich für das diesjährige Seminar anzumelden. Die Veranstaltung war in drei Teile gegliedert. Nachdem wir in das Thema eingeführt worden waren, stellten drei Referenten medizinische und ethische Aspekte des Neuro Enhancement vor. Was aber ist Neuro Enhancement überhaupt? Die Redner definierten den Begriff als „die Verbesserung der Hirnleistung mithilfe von Medikamenten ohne medizinische Indikation“. Neben den Gründen, die subjektiv sind, wie zum Beispiel die Hoffnung auf eine Verbesserung der Gedächtnisleistung oder emotionale Stabilität, zeigte der erste Referent uns die Verbreitung des Phänomens „Hirndoping“ auf. Da er sich als Mediziner der naturwissenschaftlichen Seite des Themas verschrieben hatte, beleuchtete er außerdem die nachweißliche Wirkung einzelner Medikamente auf das gesunde Hirn. Die sei allerdings äußerst gering bis überhaupt nicht gegeben, das Einzige, was sich mit – in Deutschland rezeptpflichtigen – Medikamenten erzielen lasse, sei ein geringeres Schlafbedürfnis. Dieser Effekt halte aber höchstens für etwa drei Stunden an und bringe eine schlechtere Konzentrationsfähigkeit mit sich, die Hoffnungen seiner Abnehmer, sie könnten mithilfe jenes Medikamentes besser lernen, erfülle es also nicht. Die folgenden beiden Vorträge waren den ethischen Facetten gewidmet, die für mich wichtigste Frage, die aus ihnen hervorging, war, ob in einer – zukünftigen? – Gesellschaft, deren oberstes Ziel Leistung ist, die Einnahme von „Enhancern“ eine freie Entscheidung bleibt oder ob sie zur gesellschaftlichen Verpflichtung wird.
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[+] Oasentage für Lehrerinnen und Lehrer in St. Peter – Balsam für Körper, Geist und Seele
von Corinna Kaltenbach
Schuljahresende! Wir Lehrer kennen das alle: Hinter einem liegen dichte und anstrengende Schulwochen mit den letzten Korrekturbergen, mit Notenkonferenzen, Klassenfahrten, Wandertagen, Projekttagen, Verabschiedungen, Grillfesten, etc. Termine, Zeitdruck, Stress. Und dann – kaum zu glauben – ist er plötzlich da, der heiß ersehnte erste Ferientag! Während manch einer am liebsten direkt am ersten Ferientag in den Urlaub startet, hat ein anderer für sich das Ritual entwickelt, zunächst den Schreibtisch, das Arbeitszimmer oder die ganze Wohnung aufzuräumen. Wieder ein anderer schläft genüsslich aus und verbringt den ersten Tag lesend und träumend im Liegestuhl. Und noch ein anderer fällt – trotz der Freude über die Ferien – zunächst in das berühmte tiefe „Loch“.
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FORUM 61

[+] Bildung für nachhaltige Entwicklung und Medienbildung – (k)ein Widerspruch?!
von Thomas Chatel
Medienbildung sowie die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) werden zwei der sechs Leitperspektiven im neuen baden-württembergischen Bildungsplan 2016 darstellen. Digitale Medien sind aus der Lebenswelt unserer Schüler kaum mehr wegzudenken und durchdringen deren soziale Interaktionen. Der Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ stellt jedoch noch oftmals Neuland für Lehrer und Schüler dar. Die Schulstiftung bietet aus diesem Grund eine Fortbildung zum Thema an. (siehe auch Fortbildungen auf Seite 144). Dieser Workshop bietet eine Schnittstelle zwischen den beiden neuen Herausforderungen des künftigen Bildungsplans. Methodisch wird dabei nach den Grundsätzen des Service Learnings, im deutschen als „Lernen durch Engagement“ bekannt, vorgegangen. Service- Learning ist eine Lehr- und Lernform, die gesellschaftliches Engagement von Schülern mit fachlichem Lernen verbindet (Seifert, Zentner & Nagy, 2012).
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[+] „Gipfeltreffen“ feiert Premiere
von Daniel Kurz
Religionskurse der Stiftungsschulen treffen sich zu einer Tagung mit dem Thema „Das leere Grab!?“ an der Freiburger Universität Am 10. Oktober 2014 nahmen 150 Schüler/innen aus 13 Standorten der Schulstiftung Freiburg zusammen mit ihren Lehrer/innen teilweise lange Wege auf sich, um im Hörsaal 1098 der Freiburger Universität beim „Gipfeltreffen“ mit Professoren und Studierenden der theologischen Fakultät gemeinsam zu lernen. Die Auseinandersetzung mit der Bedeutung des leeren Grabes und der Frage, wie man leibliche Auferstehung zeitgemäß denken kann, war als Vertiefung des Abiturthemas „Christologie“ gedacht.
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[+] Für Theologie begeistern
von Joachim Nebel

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[+] Das Potential der Achtsamkeit für die Bildung
von Vera Kaltwasser
Lehrerinnen und Lehrer erfahren täglich die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Die pädagogische Arbeit besteht in der stetigen Bereitschaft, ganz praktisch Brücken zu bauen zwischen den Bildungszielen und den realen Bedingungen, unter denen diese von den Schülerinnen und Schülern erreicht werden können. Das Angebot an Methoden, „Tools“ und „Skills“ für die Erreichung der Bildungsziele ist riesig. Da wird leicht vergessen, wie wichtig es ist, dass die Schülerinnen und Schüler von „Beschulten“ zu Subjekten des eigenen Bildungsprozesses werden. Das ist ein hohes Ziel, das nur erreicht werden kann, wenn der Ausbildung von Selbstbestimmung und Selbstverantwortung in der Schule eine große Bedeutung zukommt, und zwar nicht nur als formuliertes allgemeines Bildungsziel, sondern als Anspruch, den die Schülerinnen und Schüler zu ihrem ganz persönlichen machen, weil sie spüren und verstehen, welche Freiheit sie gewinnen, wenn sie Subjekte ihres persönlichen Bildungsprozesses werden.
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FORUM 60

[+] SMV-Arbeit und Demokratie
von Joshua Jacobs
eine Fortbildung für die Schülerspecherinnen und Schülersprecher der Stiftungsschulen
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[+] Hirntote Organspender
Entnehmen wir Lebenden Organe? Vierte Schülerakademie des Netzwerks BioEthik
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FORUM 58

[+] Erlebnispädagogik macht Schule
von Anita Glatz-Günther
Vorbemerkungen Am 24. Februar 2011 schickte die damalige baden-württembergische Kultusministerin Marion Schick bei einer Auftaktveranstaltung die ersten 25 Schulen, die nach dem neuen baden-württembergischen Präventionskonzept nach Dan Olweus2 arbeiten, auf den Weg mit den Worten „Präventionsarbeit an Schulen soll nicht punktuell, sondern nachhaltig, zielgerichtet und systematisch erfolgen.“ Was heißt das und wie kann Erlebnispädagogik einen guten Beitrag dazu in Schule leisten? Olweus‘ Präventionskonzept sieht Maßnahmen auf drei Ebenen vor: Auf Schulebene, auf Klassenebene und auf der persönlichen Ebene. Die Erlebnispädagogik könnte gerade auf der Klassenebene neben vielen anderen Maßnahmen und Programmen eine wichtige Rolle spielen. Bereits jetzt kaufen sich viele Klassen in den überall entstandenen Hochseilgärten und bei anderen professionellen Anbietern für Schullandheimaufenthalte, Projektwochen, Wandertage, Klassentage etc. ein. Dies bleiben dann oftmals (oder meistens?) einmalige Interventionen mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Am stärksten jedoch entfaltet erlebnispädagogisches Arbeiten in der Schule sein Potential, wo über eine längeren Zeit im Klassenverband nach seinen Grundsätzen gearbeitet wird3. Die erlebnispädagogischen Grundsätze entsprechen nämlich durchaus den neuen pädagogischen Entwicklungen in der Schule wie Ganzheitlichkeit (Lernen mit Kopf, Herz und Hand), Handlungsorientierung, eigenverantwortliches Handeln und Lernen durch eigene unmittelbare Erfahrung. Und so kann die Erlebnispädagogik vielen Schulen bieten, was sie im Rahmen ihrer Schulentwicklung suchen: eine Möglichkeit für ganzheitliche Förderung der Schülerinnen und Schüler im Bereich der Schlüsselkompetenzen und eine echte Bereicherung für das Schulprofil oder einen in vielerlei Hinsicht attraktiven Baustein für ein Schulprogramm. Um längerfristig und damit auch besonders nachhaltig mit Klassen zu arbeiten, bietet sich eine Arbeit nach dem Modell „Project Adventure“ (PA) an, einer Form der Erlebnispädagogik, die seit Anfang der 70er Jahre in den USA unter Förderung durch das U.S. Office of Education für die Anwendung in verschiedensten Schularten Lehrpläne und Curricula entwickelt wurde. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass Project Adventure – PA ein gesetzlich geschützter Begriff ist, hinter dem in den USA die drittgrößte Non-Profit-Organisation im erlebnispädagogischen Bereich steht. Hauptziel von PA ist die Steigerung eines positiven Selbstwertgefühls und die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts.
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FORUM 52

[+] LebensWert? – Netzwerk BioEthik im Gespräch
von Dr. Dirk Schindelbeck
Interview mit dem Initiativteam über die Tagung „LebensWert? – BioEthik in der Schule“ vom 10.-12. Mai 2010 in der Katholischen Akademie in Freiburg FORUM-Schulstiftung: Hinter Ihnen als Organisations-Team liegt eine dreitägige Lehrerfortbildung zum Thema Bioethik. Laut Ihrer Homepage (www.netzwerk-bioethik.de) hat das von Ihnen ins Leben gerufene Projekt „Netzwerk BioEthik“ zum Ziel, das gesellschaftliche Bewusstsein für die Relevanz bioethischer Fragestellungen zu schärfen. Es möchte insbesondere jungen Menschen die Möglichkeit geben, im Spannungsfeld unterschiedlicher Werte einen eigenen, begründeten Standpunkt zu bioethischen Fragen unserer Zeit zu entwickeln und diesen in den gesellschaftlich- wissenschaftlichen Diskurs einzubringen.
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[+] Im Aufwind – regenerative Energieversorgung
von Christoph Klüppel
Modelle, Praxis und Theorie von Aufwindkraftwerken im NwT-/NWA-Unterricht Fortbildungsseminar vom 18. bis 19. März 2010 in der Katholischen Akademie Freiburg Die Regenerative Energieversorgung ist gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung und trägt direkt und indirekt zur Bewahrung der Schöpfung bei. Energiepolitische Entwicklungen lassen daher eine weiter steigende Wichtigkeit erwarten. Folglich haben die Regenerativen Energien auch Einzug in die Bildungspläne gehalten und werden in zunehmendem Maße in allen Naturwissenschaften und vor allem im NwT- und NWA-Unterricht behandelt. Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Windhösel-Kraftwerke (www.windhoeselkraftwerke.lucycity.de) bekamen Kolleginnen und Kollegen von Realschule und Gymnasium die Aufgabe, in konkurrierenden Teams selbst ein funktionierendes Kraftwerk zu erstellen.
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[+] Der Zauber dauert an – Fortbildung für neueingestellte Kolleginnen und Kollegen in St. Peter 2009
von Jennifer Schnatterbeck
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“, heißt es in dem berühmten Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse. Seit einigen Jahren ist dies auch der Titel einer Fortbildung der Schulstiftung Freiburg, die sich an neu eingestellte Lehrerinnen und Lehrer an den Katholischen Freien Schulen der Erzdiözese Freiburg richtet. Und so trafen sich vom 14. bis 16. Oktober 33 „Stiftungsanfänger“ im Geistlichen Zentrum St. Peter, um gemeinsam diesen Zauber zu erleben. Fortbildungsreferent Christoph Klüppel hatte ein vielseitiges Programm zusammengestellt, das die Themen Klassenleitung, Schulsozialarbeit sowie das Soziale Lernen in den Vordergrund rückte. Darüber hinaus bot das Seminar auch die Gelegenheit, sich untereinander besser kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Wie können sich die Schülerinnen und Schüler an ihrem ersten Tag an einer neuen Schule miteinander bekannt machen? Ganz praktisch begann Heidi Kintrup vom Freiburger St. Ursula-Gymnasium ihren Vortrag und ließ die Teilnehmer bei der „Datenverarbeitung“ sich nach Alter, Anfahrtsweg oder Größe aufstellen. Und so gab es gleich am Anfang viel zu lachen und alle kamen schnell ins Gespräch, auch wenn nicht jedes Geheimnis gelüftet werden konnte. Schließlich fragt man Damen nicht nach ihrem Alter..... Praxisnähe zeichnete die dreitägige Fortbildung ohnehin aus. Alle Referenten legten großen Wert darauf, dass die vorgeschlagenen Methoden und Spiele ausprobiert wurden, um Vor- und Nachteile am eigenen Leib zu erfahren. Weitere Themen, die Heidi Kintrup ansprach, waren die Aufgaben eines Klassenlehrers. Wie kann ich mich auf die neue Klasse vorbereiten? Welche Pflichten habe ich als Klassenlehrer? Wie organisiere ich den ersten Elternabend und die Klassenfahrten? Was ist bei Elterngesprächen zu beachten? Oder welche Klassenregeln sollen eingeführt werden?
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FORUM 51

[+] Der freie Wille – eine Illusion?
von Christoph Klüppel
Fortbildungsseminar zum Thema „Hirnforschung und die Frage nach Freiheit, Schuld und Verantwortung“ im Juli 2009 SPIEGEL: Also gibt es gar keinen Streit zwischen Hirnforschern und Philosophen über das Ich? Roth: Streit gibt es, wenn die Philosophen ihrerseits den Hirnforschern das Recht absprechen, über das Ich mit dem Blick auf Nervenzellen nachzudenken. Precht: Fast allem, was Sie gesagt haben, kann ich zustimmen. Nur haben Sie (...) 2003 gesagt, die alte philosophische Vorstellung vom Ich sei eigentlich nicht mehr haltbar. Und Freiheit des Willens sei eine Illusion. Roth: Das sage ich heute auch noch. Psychische Leistungen wie Wahrnehmung und Handlungsplanung beruhen auf neuronalen Prozessen, und viele Hirnforscher gehen davon aus, dass diese Ebenen quasi identisch sind. Da fast alle physikalischen und biologischen Prozesse festen Gesetzmäßigkeiten folgen, sind möglicherweise auch Entscheidungen, die ich treffe, bereits durch vorangegangene neuronale Vorgänge festgelegt. Denn nach deterministischer Sichtweise besitzt jedes Ereignis kausale Ursachen. Versteht man unter der Freiheit des Willens aber die Möglichkeit, in derselben Situation auch anders entschieden und gehandelt haben zu können, stößt man unweigerlich auf gravierende Widersprüche.
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FORUM 42

[+] Dem Tod begegnen - Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen (Februar 2005)
von Ursula Volk
Als Lehrerinnen und Lehrer werden wir unausweichlich immer wieder mit den Verlusterfahrungen unserer Schülerinnen und Schüler konfrontiert. Dabei geht es oft um das Sterben von Menschen, die ihnen, manchmal auch uns selbst nahe stehen. Die Erfahrung von unabänderlichem und unwiederbringlichem Verlust von Menschen, die ihnen wertvollen waren, machen sie im Falle von Scheidungen, Umzügen und eben auch durch den Tod. Als Eltern und Lehrkräfte werden wir in Übergangs- und Krisensituationen gefordert, Formen des Umgangs mit den Grundfragen des Lebens bereitzustellen. Im Projekt COMPASSION ist die Begegnung mit der existenziellen Dimension des Lebens, sind Grenzerfahrungen Teil unseres Schulcurriculums. Das Seminar „Dem Tod begegnen“ verstand sich als Angebot, das Lehrerinnen und Lehrern Möglichkeiten und Formen der Begleitung und des Umgangs mit betroffenen Schülerinnen und Schülern vorstellen wollte. 15 Kolleginnen und Kollegen trafen sich im Februar zum Umgang mit solchen Fragen im Geistlichen Zentrum in Sasbach. Frau Ursula Volk war lange Jahre als Klinikseelsorgerin im Bereich der Pädiatrie tätig und leitet Ausbildungskurse für Moderatoren in der Trauerarbeit. Die folgenden Seiten geben den Inhalt ihrer Arbeit bei diesem Seminar wieder.
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[+] So sind wir - Perspektiven der Öffentlichkeitsarbeit an Stiftungsschulen (15./16. 11. 2004)
von Gerald Kiefer
sst-news: Public-Relations-Ideen für Stiftungsschulen: „Katholische Schulen gehen an die Öffentlichkeit Die Katholischen Schulen des Erzbistums Freiburg wollen ihr Profil stärker in der Öffentlichkeit zeigen. Mit dieser Absicht trafen sich 20 Lehrerinnen und Lehrer am 15. und 16. November 2004 zu einem zweitägigen Fortbildungsseminar im Geistlichen Zentrum Sasbach. Der Leiter der Tagung, Studiendirektor Gerald Kiefer, vertrat die Ansicht, jede Schule betreibe PR – gewollt oder ungewollt, wohl oder übel. Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung klafften häufig in erstaunlichem Maße auseinander. Thomas Mayer, Pressereferent des Erzbischofs, betonte die Bedeutung von glaubwürdigen Informationen aus erster Hand, um ,Gerüchten’ vorzubeugen. Öffentlichkeitsarbeit sei Vertrauenswerbung. Auch Katholische Schulen könnten und sollten sich als ,Marke’ verkaufen. Schließlich stünden sie im Wettbewerb mit anderen freien Schulen. Dr. Norbert Kebekus, Internetreferent im Erzbistum Freiburg, vermittelte wertvolle Tipps zur Gestaltung von Schul-Webseiten und informierte zu zahlreichen juristischen Fragestellungen, die im Zusammenhang mit dem schuleigenen Internetauftritt beachtet werden sollten. Das Seminar umfasste auch praxisorientierte Übungen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Gestärkt in ihrem Engagement als ,Öffentlichkeitsarbeiter’ und ausgestattet mit aktuellem PR-Know-how und kreativen Gestaltungsideen kehrten die Seminarteilnehmer/innen an 12 Katholische Freie Schulen in der Erzdiözese Freiburg zurück. Wenn Kirche sich als ,Zeichen und Werkzeug des Heils für alle Menschen’ versteht, so ist das, was Kirche tut, öffentlich. Public Relations, Entwicklung und Pflege öffentlicher Beziehungen, gehören somit zum Grundauftrag der Kirche – und der kirchlichen Schulen.“
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FORUM 39

[+] Versuch der Formulierung einiger Leitsätze zum Schnittpunkt von Biomedizin (Biotechnologie) und Theologie
von Prof. Dr. Ulrich Lüke
1. Man kann und muss über die moralisch-ethische Vertretbarkeit, Erlaubtheit oder gar Empfehlbarkeit biomedizinischer Techniken (Reproduktionsmedizin, Klonung, Gentechnik) diskutieren, weil Wert und Würde des Menschen durch sie gewahrt oder aufs Spiel gesetzt werden können und weil angesichts globalisierter Forschung keine Institution durch rein autoritative Weisungen Verbote aussprechen kann, es sei denn, sie brächte dazu gewichtige Argumente vor.
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FORUM 37

[+] Entwicklungsaufgaben im Jugendalter - Herausforderungen und Chancen religiöser Erziehung (07. / 08.05.2002)
von Bernhard Grom SJ
Die folgenden Überlegungen gehen von der Einschätzung aus, dass die Weitergabe des Glaubens an die junge Generation in unserer spätmodernen Gesellschaft zwar enormen Schwierigkeiten begegnet, dass sie aber auch weiterhin beachtliche Chancen hat, wenn wir uns auf die veränderte Situation einstellen und den Erfolg nicht an einem Alles-oder-nichts-Maßstab messen. Wenn wir die Zahl derer, die heute laut Umfragen an Gott glauben, privat beten und den Gottesdienst besuchen, mit den Zahlen aus volkskirchlicher Zeit noch um die Mitte des letzten Jahrhunderts vergleichen, stellen wir bei Alt und Jung einen erdrutschartigen Rückgang fest. Nicht umsonst sprach man vom "Exodus aus der Kirche" und von der "Krise der Glaubensweitergabe". Angesichts der eingetretenen Säkularisierung und Entkirchlichung verfallen nicht wenige engagierte Christen einem lähmenden "Die-Kirchen-leeren-sich"-Pessimismus, während laizistische Publizisten genau dieses Schlagwort wie eine Siegesmeldung verbreiten.
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[+] Der Islam und der Alltag in Deutschland (04. / 05.12.2002)
von Mohamed Megahed
"Ich fühle mich nicht verstanden", diesen Satz hat jeder von uns schon einmal gehört, wenn nicht sogar selbst gesagt. Doch wie kommt es zu so einer Aussage? Eine Antwort auf diese Frage kann - unabhängig von kulturellen, religiösen oder ethnischen Unterschieden - wie folgt aussehen: Meine persönliche Einstellung oder anders ausgedrückt das, was mir in meinem Leben wichtig ist, wird von Andersdenkenden beziehungsweise Anderslebenden nicht wahrgenommen und aufgrund dessen nicht akzeptiert, im für mich schlimmsten Fall nicht ernst genommen. Dies weist auf ein allgemeines menschliches Problem hin, das nichts mit einer bestimmten religiösen oder kulturellen Zugehörigkeit zu tun haben muss. Es handelt sich hierbei vielmehr um ein Problem, das durch den andersdenkenden bzw. anderslebenden Menschen, der sich selbst nicht zu erklären, und den man auch nicht zu verstehen versucht. Dies führt zur Annahme, dass das tiefer gehende Wissen um andere Religionen und Kulturen, deren Anhänger mit mir in ein und derselben Gesellschaft leben, für ein Zusammenleben unumgänglich ist. Kenntnisse über das Leben andersdenkender Menschen tragen zum Verständnis, zum sichereren Umgang auf beiden Seiten bei. Vielleicht kann dieses Wissen dabei helfen, den anderen wirklich als gleichwertigen Mitmenschen zu betrachten, oder ihm sogar näher zu kommen, ihn vielleicht als Freund zu gewinnen. Nur auf dieser Ebene des gegenseitigen Wissens um das Leben und Denken anderer Menschen kann ein Miteinander zwischen Kulturen und Religionen erreicht werden.
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[+] Zur Not mit dem Hören und Sprechen in Familie und Schule - Lernen zwischen Zwang und Verheißung - Was heißt (uns) lernen? (04./05.07.2002)
von Bettina Noddings
Der Untertitel lässt sich unterschiedlich lesen: Sei es "Was bedeutet Lernen?" oder sei es "Was heißt uns lernen?". Im "heißen" ist Auffordern, Nennen, Befehlen und In-Bewegung-Setzen im Spiel - ja ein Anrufen, das mit der Namensgebung beginnt und auf den langen Weg des Sprechens, des Symbolischen Gesetzes als Gesetz des Lernens führt. Dieses Anrufen des Anderen - in der ursprünglichen Not des Lebens - geht von dem aus, was dem Menschen fehlt und gebietet ihm, zu werden, an sich zu arbeiten und auf Distanz zu sich selbst zu gehen. Gibt es diesen Anruf? Kommt er durch und an - wie wird er aufgenommen, gewahrt und umgesetzt? Und - woher kommt er? Von den Eltern oder von weiter her?
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[+] Erstes Theater-Festival an der Heimschule Lender - (20. / 21. / 22.02.2002)
von Roland Spether
Bürger einer ganz normalen Stadt verwandelten sich beim Theater-Festival in der Heimschule Lender in eine Herde "schnaubender Nashörner". Der kleine Hobbit "Bilbo" begab sich mit Zwergen und Zauberer auf die abenteuerliche Suche nach dem "Herrn der Ringe", während es in "Vorsicht Trinkwasser" in einer amerikanischen Botschaft irgendwo im kommunistischen Osten drunter und drüber ging. Die Premiere war ein voller Erfolg, als sieben Ensembles am 1. Theater-Festival in der Heimschule Lender teilnahmen und mit großer Begeisterung und kreativer Spielfreude die ‚Faszination Theater' mit den Symbolen "Licht und Schatten" auf die Bühne brachten. Die Heimschule unter der Regie von Karl Ludwig Liebs und die Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg mit Dr. Susanne Müller-Abels hatten zu diesem dreitägigen Festival eingeladen, das fünf Ensembles der Heimschule Lender sowie Theatergruppen der St. Landolin-Schule in Ettenheim (Christoph Heizmann) und das Gymnasium Kloster Wald (Helga Dannteck) gestalteten.
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FORUM 36

[+] Projekt: Soziales Lernen (09./10./11.07.2002)
von Gerald Kiefer
Jede Pädagogin, jeder Pädagoge kennt die Schwierigkeiten, die eine Klasse/ eine Lerngruppe sich selbst (jedem einzelnen Kind) und uns, die wir mit ihr zusammen arbeiten, machen kann - Schwierigkeiten, die das Arbeits- und Sozialverhalten beeinträchtigen, die das Unterrichten bisweilen erschweren oder sogar unmöglich machen können. Der Schulerfolg der Schüler/innen sowie die Arbeitsmotivation der Lehrkräfte können unter diesen Bedingungen erheblich leiden. Die Praxis zeigt, dass es hilfreich ist, schulsozialpädagogisch auf den gesamten Klassenverband einzuwirken, will man die Konsequenzen eines negativen Arbeits- und Sozialverhaltens vermeiden und in der Folge Ausgrenzungsmechanismen verhindern.
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FORUM 35

[+] Alles nur Theater ? (04./05.07.2001)
von Lutz Liebs
Theaterspielen mit Schülern ist eine wertvolle Kompensation zum Schulalltag mit seiner ‚kopflastigen' Arbeitsweise. Komplexe Fähigkeiten, Kreativität, Selbstbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein werden entwickelt und gefördert. Theaterspielen ist aber auch sowohl für SpielleiterInnen als auch für Schüler verbunden mit viel Stress, außerordentlichen Belastungen und Enttäuschungen. Es erfordert Lernprozesse auch bei uns, damit die Theaterarbeit möglichst zufriedenstellend und erfolgreich verläuft. Diesem Ziel sind diese Seminare gewidmet. Sie begannen - und beginnen - immer mit Lockerungs-, Konzentrations- und Bewegungsübungen, die uns und die Schüler gleichermaßen aufs Theaterspielen einstimmen und uns dazu befähigen sollen.
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FORUM 34

[+] Das seelisch kranke Kind in der Schule - Anorexie - Bulimie - Hyperaktivität - Aufmerksamkeitsstörung - Zwangserkrankung (04./05.07.2001)
von Gerald Kiefer
"So schlimm ist das noch nicht." "Das wächst sich aus!" "Wenn der nicht gestört ist,..." - Lehrer stehen oft vor Situationen, in denen sie nicht genau wissen, ob und wie sie bei Konfrontation mit verhaltensauffälligen Schülerinnen oder Schülern eingreifen sollen, müssen oder dürfen. Gerade in dem Überschneidungsbereich von "normal" und "krank" sind sie auf den Mediziner als "Lotsen" oder "Dolmetscher" angewiesen. Der Dialog mit dem Jugend- oder Kinderpsychologen kann auf den Lehrer angstbefreiend wirken, das Gespräch mit dem "Fachmann" kann ihn ein Stück weit von seiner Unsicherheit befreien.
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[+] Exempla trahunt: Beispiele wirken mehr als Worte - Über einige katholische Schulen, ihre Gründer und deren Motive (18./19..06.2001)
von Dr. Susanne Müller-Abels, Sr. Michaele Csordas, M.Martina Merkle, P. Konrad Heinrich, Karl--Heinz Ott
Der Titel des Seminars stammt aus einem Dictum, das vollständig "verba docent, exempla trahunt" lautet, "Worte belehren, Beispiele reißen mit". Seine Herkunft ist unbekannt, es ist aber einem Gedanken des römischen Philosophen Seneca ähnlich, der in einem Brief geschrieben hat: "longum iter est per praecepta, breve et efficax per exempla", "Es ist ein langer Weg über Vorschriften, ein kurzer und wirkungsvoller über Beispiele." (ep. ad Luc. 6,5).
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FORUM 32

[+] Im Netz der Sekten - Die Sekten im Netz (14./15.12.2000)
von Gerald Kiefer
Der Begriff "Sekte" ... ... wird nicht mit einheitlicher Bedeutung verwendet, er ist vielschichtig (s.u.). Wegen drohender Missverständlichkeit schlug die vom Deutschen Bundestag eingesetzte Enquete-Kommission "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" (1998) die Ersatzbezeichnung "religiöse Sondergemeinschaften" vor. ... war zu keiner Zeit Selbstbezeichnung einer religiösen Gemeinschaft; in ihm klingt "etwas Disqualifizierendes" an ...ist zur Zeit nicht in den Schlagzeilen und kein Top-Thema. Die Zeit der spektakulären "Sekten-Selbstmorde" liegt einige Jahre zurück und auch die magische Jahrtausendwende konnte das Schwinden des öffentlichen Interesses an Sekten nicht verhindern
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FORUM 24

[+] Spielräume schaffen im Fach Naturphänomene (05./06.10.1998)
von Gerald Kiefer
Das Fach "Naturphänomene", das naturwissenschaftliche Unterrichtspraktikum in den Klassen 5 und 6 des Gymnasiums, soll Raum schaffen für eine solche unmittelbare (nicht durch Medien vermittelte) und sinnliche (da alle Sinnesorgane ansprechende) Begegnung von Kind und "Ding", von Kind und Naturwissenschaft; Raum schaffen für eine Begegnung im Spiel. "Play is the purest form of research."
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